Historie
Ein kurzer Überblick zur Entwicklung der Fernwärmeversorgung in Hof am Leithaberge.
Anfänge und Projektentwicklung
Im Jahr 1990 wurde durch Bürgermeister Oskar Wolf ein Proponentenkomitee zur Realisierung einer Fernwärmeanlage in Hof am Leithaberge ins Leben gerufen. Nach dem Scheitern dieses Komitees beschlossen einige Mitglieder der Interessensgemeinschaft unter der Leitung von Gerhard Medwenitsch, das Projekt „Fernwärme in Hof“ weiter voranzutreiben.
Ende 1992 wurden im Rahmen von Umfragen rund 300 Anschlussinteressenten ermittelt. Aufgrund dieses großen Interesses wurde das Planungsbüro Dipl.-Ing. Kapusta und Dr. Wildburger Ingenieure (KWI) mit der Vorprojektierung beauftragt.
Gründung der Genossenschaft
Am 4. Oktober 1993 erfolgte die Gründung der „Fernwärmeversorgung Hof am Leithaberge reg. Genossenschaft mit beschränkter Haftung“ mit insgesamt 21 Gründungsmitgliedern.
Akquise und Projektvorbereitung
In den darauffolgenden Monaten wurden durch 11 Mitglieder rund 485 Haushalte besucht und über die Vorteile sowie Kosten einer Fernwärmeheizung informiert. Der durchschnittliche Zeitaufwand pro Besuch betrug etwa 1,5 Stunden.
Anschließend wurde das Planungsbüro KWI mit der detaillierten Projektplanung beauftragt.
Genehmigung und Förderzusage
Mit 146 Wärmelieferungsverträgen – später ergänzt um weitere 23 – wurden erste Kontakte mit der Niederösterreichischen Landesregierung aufgenommen.
Am 26. Mai 1994 wurde das Projekt vom Förderungsbeirat des Landes Niederösterreich als förderungswürdig anerkannt.
Vertreten waren unter anderem:
- Landeslandwirtschaftskammer Niederösterreich
- Geschäftsstelle für Energiewirtschaft Land NÖ
- Agrar Plus
- KWI (Planung)
- Gebietsbauamt
- Raiffeisenlandesbank
- Gerhard Medwenitsch (Obmann FWG Hof)
Bauphase und Inbetriebnahme
Im Juni 1994 erhielt die VÖST Alpine Montage den Zuschlag als Generalunternehmer. In der Folge begann der Bau des Heizwerks sowie die Verlegung des Leitungsnetzes.
Durch die koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Bauphase in rund viereinhalb Monaten nahezu planmäßig abgeschlossen werden. Der Heizbetrieb konnte somit annähernd zum 1. Oktober 1994 aufgenommen werden.
Eckdaten nach der Bauphase
| Trassenlänge: | ca. 7200m |
| Hausanschlüsse: | 171 Stk |
| Anschlusswert: | ca. 2,5MW |
| 1 Ofen Fa. Urbas | 2,5MW |
| Hackgutlagerhalle | 800m² |
Technische Erweiterungen
In den darauffolgenden Jahren wurde die Anlage laufend technisch erweitert und ausgebaut.
| Jahr | Erweiterung und Investitionen |
|---|---|
| 2000/2001 | Anschaffung des zweiten, kleineren Ofens, 800kW |
| 2003 | Erweiterung des Trassennetz Täubergartensiedlung |
| 2006/2007 | Neue Steuerung großer Ofen |
| 2014 | Generalsanierung der Technik und Steigerung der Effizienz:
• Rauchgaskondensation zur Wärmerückgewinnung
• 100m³ Pufferspeicher • Elektrofilter zur Reduktion der Feinstaubbelastung • Neue Steuerung kleiner Ofen • Erneuerung Netzregelung und Netzpumpen |
| 2021 | Anschaffung eines modernen, gebrauchten Radladers |
| 2022 | Installation einer Photovolatikanlage |
| 2025 | Abschluss eines Vertrags zur Pflege der Außenanlagen und Errichtung einer Einfriedung |
Aktueller Ausbaustand
Die Daten werden zurzeit erhoben.
| Parameter | Wert |
|---|---|